DAS KAPITAL               &               MANIC CINEMA

Daniel Erdmann, Saxophone  (D)                   Martin Otter, Film  (D)
Edward Perraud, Drums (F)                            Nicolas Humbert, Film (CH)
Hasse Poulsen, Guitar (DK)  
                                                                            
                                                  
                                             present



                               WONDERLAND

                                 Live Music & Live Cinema

                                                  

WONDERLAND
music cinema


WONDERLAND ist ein Projekt der Pariser Band DAS KAPITAL, bestehend aus dem Schlagzeuger Edward Perraud, dem Gitarristen Hasse Poulsen und dem Saxophonisten Daniel Erdmann, sowie den Filmemachern Nicolas Humbert und Martin Otter mit ihrem MANIC CINEMA.

Die Idee zu dieser Zusammenarbeit entstand bei einem zufälligen Treffen der Künstler in Paris und der Faszination für die gegenseitigen Arbeiten. Die gemeinsame Neugier, Film und Musik live zusammenzubringen, neue filmische Erzählweisen und Klangexperimente miteinander zu verbinden, hat zum Projekt WONDERLAND geführt.

Auf Einladung der Stadt Poitiers hatten die 5 Künstler im Herbst 2006 als artists in residence die Möglichkeit, das Projekt gemeinsam zu entwickeln und erstmals aufzuführen.
Der Premiere schloss sich im November eine kleine Tour durch Deutschland an.

WONDERLAND ist eine 90minütige Live-Komposition mit Bildern und Klängen und eröffnet dem Publikum einen Raum der Imagination.
Dieser Raum - und das ist eine wesentliche Idee von WONDERLAND - ist zunächst das unmittelbare Umfeld, in dem die Aufführungen stattfinden. WONDERLAND wird im Vorfeld eines jeden Konzerts vor Ort eintauchen und auf eine ganz eigene Weise bestimmte Elemente oder Situationen in Bilder und Töne verwandeln, die dann am Abend der Aufführung in das Material einfließen.
An jedem Ort, an dem WONDERLAND Station macht, wird sich etwas Neues kristallisieren, das vom Hier und Jetzt, vom Leben in dieser Welt mit vielen Wirklichkeiten und Bruchstellen erzählt.

Ähnliches haben die russischen Filmpioniere um Dziga Vertov in den zwanziger Jahren in der Sowjetunion versucht, in dem sie mit einem Kino-Zug durch das Land unterwegs waren, Aufnahmen von der lokalen Bevölkerungen und ihren Lebensbedingungen machten und ihnen Filme zeigten.

Guy Debord hat die ‚Gesellschaft des Spektakels’ beschrieben. Nun leben wir darin. Es ist wie ein Unwetter, das um uns tobt, eine Bilderflut, ein stürmisches Rauschen, ein Orkan, der alles übertönt. Eine ‚Sinnflut’ in der alle Theorien fortgespült scheinen. Der Mensch ist zum Medium geworden, er ist mittendrin. Was ist uns heute noch möglich? Das, was stets galt: lebendig bleiben.

Die Zuschauer sind eingeladen, es dem Versuch der Künstler gleichzutun. Sich, kurz gesagt, der Welt in ihrer Ambivalenz aus schrecklich Schönem zu stellen.
Wenn ‚jeder ein Künstler’ und ‚alles Werk’ ist, so entsteht WONDERLAND aus dem Zusammenspiel der drei Musiker, der beiden Filmemacher und allen Anwesenden, die das Projekt Abend für Abend durch ihr Interesse mit gestalten.

Welcome to WONDERLAND.


Next Wonderland: Strasbourg am 13.11.2007 im Rahmen von Jazz D´Or